20
Sep
2014
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2/ Von A nach (E)B

Nadja Röthlin startete 2011 als Werbeassi mit grossem Schreibtalent den Bildungsgang der Texterinnen und Texter an der EB Zürich. Mit ihrem Jahrgang 1979 war sie eine der jüngeren Frauen, die aber schon bemerkt hatte, dass ein Beruf allein sie nicht ein Leben lang glücklich macht. Nach neun Monaten Theorie und vielen Hausaufgaben, konnte sie in ihrer Diplomarbeit für einen Online-Markenarchitekten die Bestnote entgegennehmen. Ihre Arbeit wurde zum dreijährigen Jubiläum der jungen Firma umgesetzt, denn die Idee war wirklich unwiderstehlich: Ein Krimi als dreiteilige Hörspiel-Serie rund um eine Kommissarin namens Klever, die einer gestohlenen Marken-Identität auf die Spur kommt. Nadja ging nach dem Sommer 2012 nicht direkt an die eidgenössische Prüfung, sondern gönnte sich noch ein Jahr Atelier und Creative Coachings von mir im Lernfoyer der EB Zürich. Immer montags kam sie mit zwei bis drei anderen Teilnehmerinnen aus dem ersten Bildungsgang und arbeitete sich einen Abend lang durch Briefings. Das Eindrückliche für mich an dieser offenen Form von Lernbegleitung: Jeder ist kreativ, aber es braucht harte Arbeit, um nicht ins Banale abzurutschen, und um an der eigenen Idee dranzubleiben. Nach einiger Zeit wächst das kreative Rückgrat und man kennt die eigene Ideen-Handschrift immer besser. Nach einem Jahr üben, konnten die vier EB-Texterinnen in spe an die Fachprüfung und sie haben alle brillant bestanden. Nadja ist der EB treu geblieben und hat 2014 einen Photoshop Grundlagen-Kurs angehängt, den sie evtl. mit einem Aufbaukurs fortführt. Während der Zeit, die ich sie kenne, hat sie sich vom Werbeassi zum Kommunikations-As entwickelt. Zuerst in einer Agentur für Corporate Comunications und Events, dann in einer TV-Produktion. Meine Prognose ist: Sie wird noch einige Etappen anhängen und als Allrounderin mit eigenem Konzept in der Kommunikation Geschichten schreiben. Bin gespannt.

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