26
Okt
2014
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Go, Glasgow!

Ich bin keine gute Touristin, denn ich bin beschränkt aufnahmefähig, und schnell überfordert. Vor allem mit dem Reisen. Letzte Woche bin ich an einem Tag von Herrliberg nach Glasgow gereist, mit dem Zug. Nein, es war nicht feucht im Tunnel unter dem Ärmelkanal, und es hat weniger gestunken als in der Metro von der Gare de Lyon zur Gare du Nord. Interrail war seit meiner Matura auf meiner Bucket List und siehe da, die SBB hat jetzt Interrail auch für ältere Semester wie mich parat. Um circa 9 Uhr abends bin ich in Glasgow angekommen und bin auf die Suche nach einem Bier. Bitter&Twisted war der Name und originell war es auch, denn der Bierbrauer hat es seiner Frau gewidmet und sich gleich auf der Rückseite entschuldigt. Nach 14 Stunden Reisen im Zug hatte ich Hunger, auch wenn die Picknick-Vorräte ausreichend waren. Drum nochmals eine Runde um den schönen George Platz, der Abend lauschig, eine Bande Girls unterwegs für eine Demo, Feminismus oder Turnen oder beides. Dann habe ich an der Ecke eine Pizzeria entdeckt und naja, wieso nicht. Diese Pizza Margherita, Take-away war das Beste, das ich seit langer Zeit in dieser Perfektion geniessen durfte. Und ich bin Neapolitanerin von Haus aus! Auf einer Bank mit Sicht auf ein War Memorial war sie schmelzend, würzig, warm und süss, die wahre Heldentat des Tages. Dann hat die Stadt so richtig ihren Charme aufgedreht, und ich habe mich verliebt.

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