23
Mrz
2016
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Schicksal im Chörbli

Ostern und Wiederauferstehung stehen auf dem Programm, Frühling und säen von Neuem. Ich mag die Aussicht, dass ich als guter Mensch im nächsten Leben viel Geld, Liebe und Frieden geniessen kann, und doch lässt er mich nicht los, der Gedanke, ob ich’s in diesem Leben gecheckt habe,um was es geht. Karma und Kismet, oder mein Schicksal, sind sehr kryptisch und meine Aufgaben kommen in viele Lagen Ablenkung eingewickelt. Drum versuche ich es an Ostern mit einem schönen Modell: Das Schicksalschörbli. Ich stehe also am grossen Himmelsportal, kurz vor dem Einchecken in ein neues Leben, es ist Februar 1963. Ich komme beim Duty full Shop vorbei und der Erzengel Gabriel fragt mich: Und, Anna, was willst Du dir als Aufgabe stellen in diesem Leben?
Ich schaue mir die Auslage an und sehe, dass ich da noch einige Pakte erlösen muss. Ich versuche etwas Schlaues zusammenzustellen. „Okay, ich will zwei Todsünden tilgen. Ich verzichte dafür auf die Liebe, die ich immer verfolgen werde und nie bekomme. Ich will Verrat und Betrug wieder wettmachen. Dafür gebe ich meinen Gewinn ab, fünf Minuten nachdem ich ihn habe. Als hilfreiche Tools, wähle ich ein Talent, dass mir eine gute Arbeit beschert. Ich nehme Intelligenz und Hilfsbereitschaft. Ich will kreativ sein, und nie um eine Idee verlegen.“
„Okay, und nun zur Hauptfrage, wie immer!“ „Ja, ich weiss: Diesmal will ich eine Frau sein, ich glaube in diesem Jahrhundert ist es möglich Tochter, Mutter, Mensch, Träumerin, Schreiberin, Texterin, Philosophin, Unternehmerin und 53 zu sein, ohne wahnsinnig zu werden.“ „Meinen Segen hast Du.“

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