Liebe auf Vorrat: Rosenblütenblätter Jelly.
Meine Gotte kochte meinem Götti immer im Mai Rosenblütenblätter zu Marmelade ein. Reines Liebesglück war in seinem Zwinkern zu sehen, wenn sie davon sprach. Vielleicht ein privates Aphrodisiakum? Nicht, dass sie es gebraucht hätten. Sie waren ein Leben lang ein Paar wie es im Bilderbuch steht und ihre Beziehung elektrisch. Zwei starke Persönlichkeiten, die ganz früh schon zusammen gekommen sind und das verrückte Auf und Ab immer zusammen navigierten. Sie waren zeitlebens verliebt. Meine Madrina, Gotte auf italienisch, ist eine beeindruckende Frau und zieht mit über 80 noch viele Blicke auf sich. Nicht nur ihre Schönheit macht sie attraktiv, vielmehr ihre Lust zu Leben und ihre Liebe für alles, was es zu fühlen gibt. Sie hat meinen Götti gut acht Jahre gepflegt ohne zur Kenntnis zu nehmen, dass es harte Arbeit war. Ihre Art zu kochen hat es mir schon lange angetan. Als Florentinerin kann sie sogar Steine schmackhaft zubereiten und Rosenblätter gelieren. Ich werde es nie schaffen ihre Konsistenz von Rosen-Marmelade hinzubekommen, but I try hard.
Hier, was ich bis jetzt zusammengetragen habe: Rezept für Rosenblütenblätter Jelly
6 Hand voll Rosenblätter von einem Strauch, der nicht in der Nähe einer Strasse oder Baustelle steht und auf gesundem Boden gedeiht. Natürlich ungespritzt.
In eine Schüssel geben und mit einem halben Liter Wasser 24 bis 48 Stunden maziereren lassen bei Raumtemperatur. Das heisst, zugedeckt in der Schüssel liegen lassen.
1:1 Gelierzucker bereit halten. In diesem Fall 500 Gramm Gelierzucker für einen halben Liter Flüssigkeit.
Die Flüssigkeit mit oder ohne Rosenblätter in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Mit Rosenblätter circa 1 Stunden, ohne eine halbe.
In einer Schüssel 500 Gramm Gelierzucker mit ein bis zwei Beutel Agar Agar vermischen und nach und nach in den Rosenblätter Sud dazugeben.
Für einen wunderschönen Farbeffekt können ein paar Spritzer Zitronensaft dazu gegeben werden, aber es verfälscht das reine Rosenaroma ein bisschen.
Dann, wie üblich, in heisse sterilisierte Gläser einfüllen und verschliessen.
Wenn nur Sirup daraus geworden ist, einfach in Flaschen füllen und als Liebestrunk anbieten. Con Amore!
